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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Comic





Der Versuch, einen Text zu illustrieren, der streng genommen keine Geschichte ist. Ich bin eingerostet..

Freitag, 30. März 2012

Zeit, die nur meine ist

"Wovon hängt es ab, wenn wir einen Monat als eine erfüllte Zeit, unsere Zeit erleben, statt einer Zeit, die an uns vorbeigeflossen ist, die wir nur erlitten haben, die uns durch die Finger geronnen ist, so dass sie uns wie eine verlorene, verpasste Zeit vorkommt, über die wir nicht traurig sind, weil sie vorbei ist, sondern weil wir aus ihr nichts haben machen können?"

- Nachtzug nach Lissabon, S. 350

Dienstag, 15. November 2011

a geh

Du Wanderherz gibst doch nie Ruh.
Warum suchst du dir kein warmes Plätzchen und lässt dich zu Kaffee und Kuchen einladen?
Aber du liegst schon wieder mit dem Kopf im Gepütscher und träumst von mehr als diesem Floskelspiel.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Laubkopf


Es ist nicht alles Apfelkuchen und Zimtküchlein und hübsche kleine Dinge und so.
Weiß du schon. Romantik wächst auf Bäumen und regnet Laub in dein braves Hirn.
Was tust du im Herbst, kleine Frau? Du malst und malst bis es schön aussieht und hängst es dir hin, damit du Zuhause bist.




Samstag, 8. Oktober 2011

Stadt


Tausend Straßen
Betäubt, berauschend
Sind Millionen Lichter
Was ist das
Ein Herzschlag wie
Das unerbittlich graue
Meer
Hundert blinde Augen
Ohne Verstehen
Neonlichter auf bleichen
Gesichtern

Ein Lächeln schmilzt
Ein Leben ausgehaucht

Zu laut hier, zu krank
Hier raus, hier endlich raus

Geblendet und belogen
Dicht an dicht rennt
Wer nirgends hin gehört

Eilig, angstvoll fortgetrieben
Die allerneusten Sorgen

Zitternde Erwartung
Was bringt der Morgen

Und in der Nacht
Wird gefeiert und geweint
Und alles andere rast davon
Wer jetzt nicht mitgeht
Ist verloren

Kein Stück Weg
Dass noch zum Ende führt

Wo soll ich hin
Wo bleibt der Schmerz
Kehr um

Ich hab ein Herz
Ich hab ein Herz

Dienstag, 4. Oktober 2011

Ein Menschenleben lang

Du musst verstehen: die Zeit geht, und du mit ihr. Man muss die Leinen auf den Steg werfen und loslassen. Vielleicht sehen wir uns Jahr und Jahre nicht, doch das heißt gar nichts. Hinterher sind wir entweder fremd oder nennen nur noch den Kopf unser Zuhause.
Schuhe schmeißt man weg und lieben tut man leiser als zuvor. Ich stricke Geborgenheit und sorgenfrei um geborgen zu sein, trotz der Nadeln. Und dann kommen die Winzlinge und haben weiche Gesichter und Füße und lachen weil sie die Welt nicht verstehen und müssen. Überfluss gerinnt zu überflüssig sein. All die Jahre selbstverständlich, dass wir alles haben. Und jetzt geben wir ab was wir erschöpfend liebten, weil wir merken: es lohnt sich nicht. Es löst sich auf in Watte. Oder erst nach hundert Jahren in toxischer Begebenheit, was solls. Wichtig wars nur in Gedanken.