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Dienstag, 15. November 2011

Warte

Hinter dieser Tür liegt meine Liebe.
Die kann da gerade nicht raus,
denn davor wütet die Enttäuschung.




Monströse Lieblichkeiten

Ich liebe meine haarigen Beine, 
mein schwieriges Gemüt und 
das Schwitzen bei Anstrengung. 
Meine gepolsterte Figur und 
die Schwankungen meiner Liebe
machen mich attraktiv und abwechslungsreich.
Augenringe habe ich bis zum Knie, 
das ist besonders beliebt. Ich lüge,
heule und winde mich aus der Verantwortung, 
das ist wirklich gut.
Nur meine Zweifel, 
die sind wirklich zum kotzen.
Die müsste mir mal einer weg operieren. 






Montag, 24. Oktober 2011

Stein


Ich bin ein Stein, schwer und blind und
hart gesichtig blick ich
sitz ich, überfahren
überwälzt, dumpf rollende Lawine
Kopf stumm und Hände still
Inneres versunken, eingefaltet
zu viel der Bewegung, des Denkens zu lang
Gefühl, lass mich
Ich bin mir zu viel und erschaffe zu wenig
Ich lähme mich















Samstag, 8. Oktober 2011

Stadt


Tausend Straßen
Betäubt, berauschend
Sind Millionen Lichter
Was ist das
Ein Herzschlag wie
Das unerbittlich graue
Meer
Hundert blinde Augen
Ohne Verstehen
Neonlichter auf bleichen
Gesichtern

Ein Lächeln schmilzt
Ein Leben ausgehaucht

Zu laut hier, zu krank
Hier raus, hier endlich raus

Geblendet und belogen
Dicht an dicht rennt
Wer nirgends hin gehört

Eilig, angstvoll fortgetrieben
Die allerneusten Sorgen

Zitternde Erwartung
Was bringt der Morgen

Und in der Nacht
Wird gefeiert und geweint
Und alles andere rast davon
Wer jetzt nicht mitgeht
Ist verloren

Kein Stück Weg
Dass noch zum Ende führt

Wo soll ich hin
Wo bleibt der Schmerz
Kehr um

Ich hab ein Herz
Ich hab ein Herz

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Ausweg

Das ist wirklich fein und interessant, doch meine Zweifel sind krankhafter Natur. 
Vernunftverzweifler sind zugegen und quälen sich beim Observerieren meiner Wenigkeit.
Wüst ist die Ruhe, haarig bis zum Gehtnichtmehr. Schwer und klebrig leiert der Gewohnheitsfaden, es ist zum Arme schneiden. Trägheit verschließt Lider und Dachluken und zuhören mag ich nicht. 
Ich ziehe aus, so, nun ist es raus.
Ich verlasse diese Haut und werde Unschuld. 










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