Posts mit dem Label Wahrnehmung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wahrnehmung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Comic





Der Versuch, einen Text zu illustrieren, der streng genommen keine Geschichte ist. Ich bin eingerostet..

Mittwoch, 18. April 2012

Freitag, 30. März 2012

Zeit, die nur meine ist

"Wovon hängt es ab, wenn wir einen Monat als eine erfüllte Zeit, unsere Zeit erleben, statt einer Zeit, die an uns vorbeigeflossen ist, die wir nur erlitten haben, die uns durch die Finger geronnen ist, so dass sie uns wie eine verlorene, verpasste Zeit vorkommt, über die wir nicht traurig sind, weil sie vorbei ist, sondern weil wir aus ihr nichts haben machen können?"

- Nachtzug nach Lissabon, S. 350

Montag, 19. März 2012

true story






ideen zum 'true story' projekt


was bin ich ohne dich als mein spiegel // die reflektion abschalten
und selber meinen //  bin ich nur ich weil es euch gibt // ich denke
mich in geschichten, ohne dramaturgie geht gar nix // "wir stehen
immer auf dem theater" (georg büchner) // die drehpause nicht
aushalten, die abwesenheit von geschichten, die leere ertragen // ich
funktioniere als filmdrehbuchmaschineriegläubige // auswendiggelerntes
// phrasendrescher, wortabnutzer // lieber regisseur bitte töte mich
noch nicht // die sprache muss neu erfunden werden, reingewaschen von
phrasen und floskeln und nichts meinenden worten (nachtzug nach
lissabon) // wie viel von dem was wir sagen hat wirklichen inhalt //
wortwarteschleifen zur überbrückung von denkpausen, das hirn im
leerlauf, wir hilflos, wir bequeme sprachnachäffer // ich möchte
weinen wenn ich mir zusehe beim leben, weil man das so macht // man
sagt so und so und das stimmt auch, oder vielleicht garnicht? // ich
dramatisiere mich, futter für sensationshirne // den kummer am leben
erhalten und dabei popcorn essen // oh drama du schmeichelst mir //
wir tun so als würden wir lieben wir tun so als würden wir hassen,
sprache schafft geschichten, schafft lügen, schafft es nicht das
innere zu offenbaren, kratzt an der oberfläche, trotzem schön die
sprache // ich in echt, nicht durch die bunte linse, nicht im lauten
kleid // ich bin hauptperson und schuppig hände und kleinlicher
glaube, ich seziere mich // was von meinem gedachten bleibt nebel,
wieviel wahrheit kann man haben


Dienstag, 15. November 2011

Warte

Hinter dieser Tür liegt meine Liebe.
Die kann da gerade nicht raus,
denn davor wütet die Enttäuschung.




a geh

Du Wanderherz gibst doch nie Ruh.
Warum suchst du dir kein warmes Plätzchen und lässt dich zu Kaffee und Kuchen einladen?
Aber du liegst schon wieder mit dem Kopf im Gepütscher und träumst von mehr als diesem Floskelspiel.

Monströse Lieblichkeiten

Ich liebe meine haarigen Beine, 
mein schwieriges Gemüt und 
das Schwitzen bei Anstrengung. 
Meine gepolsterte Figur und 
die Schwankungen meiner Liebe
machen mich attraktiv und abwechslungsreich.
Augenringe habe ich bis zum Knie, 
das ist besonders beliebt. Ich lüge,
heule und winde mich aus der Verantwortung, 
das ist wirklich gut.
Nur meine Zweifel, 
die sind wirklich zum kotzen.
Die müsste mir mal einer weg operieren. 






Zuhause ist kein Pulli, sondern ein Gefühl.




Dienstag, 25. Oktober 2011

Laubkopf


Es ist nicht alles Apfelkuchen und Zimtküchlein und hübsche kleine Dinge und so.
Weiß du schon. Romantik wächst auf Bäumen und regnet Laub in dein braves Hirn.
Was tust du im Herbst, kleine Frau? Du malst und malst bis es schön aussieht und hängst es dir hin, damit du Zuhause bist.




Montag, 24. Oktober 2011

Stein


Ich bin ein Stein, schwer und blind und
hart gesichtig blick ich
sitz ich, überfahren
überwälzt, dumpf rollende Lawine
Kopf stumm und Hände still
Inneres versunken, eingefaltet
zu viel der Bewegung, des Denkens zu lang
Gefühl, lass mich
Ich bin mir zu viel und erschaffe zu wenig
Ich lähme mich















Samstag, 8. Oktober 2011

Geliebte Röhre


Stadt


Tausend Straßen
Betäubt, berauschend
Sind Millionen Lichter
Was ist das
Ein Herzschlag wie
Das unerbittlich graue
Meer
Hundert blinde Augen
Ohne Verstehen
Neonlichter auf bleichen
Gesichtern

Ein Lächeln schmilzt
Ein Leben ausgehaucht

Zu laut hier, zu krank
Hier raus, hier endlich raus

Geblendet und belogen
Dicht an dicht rennt
Wer nirgends hin gehört

Eilig, angstvoll fortgetrieben
Die allerneusten Sorgen

Zitternde Erwartung
Was bringt der Morgen

Und in der Nacht
Wird gefeiert und geweint
Und alles andere rast davon
Wer jetzt nicht mitgeht
Ist verloren

Kein Stück Weg
Dass noch zum Ende führt

Wo soll ich hin
Wo bleibt der Schmerz
Kehr um

Ich hab ein Herz
Ich hab ein Herz

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Ausweg

Das ist wirklich fein und interessant, doch meine Zweifel sind krankhafter Natur. 
Vernunftverzweifler sind zugegen und quälen sich beim Observerieren meiner Wenigkeit.
Wüst ist die Ruhe, haarig bis zum Gehtnichtmehr. Schwer und klebrig leiert der Gewohnheitsfaden, es ist zum Arme schneiden. Trägheit verschließt Lider und Dachluken und zuhören mag ich nicht. 
Ich ziehe aus, so, nun ist es raus.
Ich verlasse diese Haut und werde Unschuld. 










937HFA7KMCNS

Dienstag, 4. Oktober 2011

Winterschlaf

Der Sommer ringt mit dem Herbst, barfuß. Eine späte Versöhnung, aber ich bin nur noch mit halbem Herzen dabei. Es muss jetzt kühl sein und regnen und gemein stürmen damit der Kopf ruhig wird. Man muss denken und nicht mehr sein. Im Winter ist der Körper fort und die Gedanken besonders laut. Das ist so, weil man im Sommer geschlafen hat und im Winter wacht man auf um weiser zu werden als früher. Meine Vorsätze waren mal wieder idealistischer als ich. Aber etwas hat sich getan, die Veränderungen spürt man im Kleinen. Ein kleiner Teil von mir ist zufrieden. Ich kann es besser, aber ich lerne.



Sehen verlernen



















Sehen verlernen. Was machst du mit deinen Augenblicken? Steck sie in die Tüte und geh zu Fuß zur Haltestelle, ganz in Gedanken. Vergiss sie, vergiss dein Jetzt. Morgen hören wir dies und gestern lebte heftigst dein Schmerz in dir fort, bis heute. Jetzt wirfs weg, lass es liegen. Eingestampft gehört es! Du hört ein Lied und denkst an deine Liebe wenn du 40 bist. Und du denkst daran was du wohl später denken wirst. Wirst du? Überhaupt da sein. Zumindest nicht jetzt, nicht hier. Du bist nicht hier, das ist gelogen. Du denkst an einen anderen, während du bei mir bist. Du Augenblicksbetrüger.